Queering the KHM – Tiktok takeover

Online Performance Art, 2022

Im Rahmen des Projekts Queering the Kunsthistorisches Museum habe ich den Account des Museums auf der Social Media Platform Tiktok bespielt. In insgesamt 9 Videos die nach und nach über den Zeitraum des Pride Monats Juni online veröffentlicht wurden beziehe ich mich auf Malereien aus der Gemäldegalerie des Museums. Ich nehme den Platz der Protagonisten vor dem leeren Hintergrund des jeweiligen Gemäldes ein. Ich mache Lipsyncs in Drag als modern interpretierter Erzengel Michael & der Teufel oder aber kommentiere als Marie Antoinette auf aktuelle sozioökonomische Ungleichheiten in unserer Gesellschaft.

Zusätzlich wurden die Videos auf einem Screen im Museum abgespielt um den musealen Raum mit Pop & Social Media Elementen zu erweitern und die Grenzen zwischen Online Performance und Fine Arts aufsprengen.

https://vimeo.com/734361234 (Ausstellungsversion) Passwort: QHMJuni2022

Baby I‘ve got everything and so much more than she‘s got

Online Performance Art/Digital Art & Prints , ab 2021

Ich nutze die App internen Beauty Facefilter der Social Media App TikTok um mein Gesicht dem Idealbild weiblicher* Attraktivität hinzu optimieren oder aber ändere meine Genderexpression. Somit erschaffe ich mir einen Avatar – eine Augmented Reality enhanced Version von mir selbst.

Gleichzeitig versuche ich TikToks Gesichtserkennungs-Algorithmus mit allen Mitteln die mir zur Verfügung stehen zu sabotieren. Der dabei entstehende Glitch – wenn der Facefilter meine Gesichtskonturen verliert – wiederfindet – und überkompensiert lässt die Videos in das Uncanny Valley fallen, dem Bereich unserer Wahrnehmung menschlicher Gesichter der sich in der durch Verstörung und Abneigung gekennzeichneten Akzeptanzlücke zwischen eindeutig computergenerierten Personen und realen Menschen befindet.

Die Videoserie mit den dazugehörigen Prints ist ein Kommentar auf Augmented Reality enhanced Schönheitsideale – Und gleichzeitig Kollaboration mit und Widerstand gegen die Technologie.

Play Video

Makeup gegen den Lockdown Blues

Performance, 5min, 2021

Nach einem Jahr Pandemie wird in einem satirischem Makeup Tutorial Resüme gezogen über Lockdowns und deren psychologische Folgen, Zukunftsängste und dass die Reichen wohl doch nicht solidarisch für Corona bezahlen werden.

hysterisch

Interaktive Installation im öffentlichen Raum, Holz, Metall, Sprühlack, verschiedene Größen, 2018-2020

Zuschreibungen und Beleidigungen zum Thema Emotionalität als plakative übergroße Ketten. Passant*innen können sich die Ketten umhängen und so ihre Wahrnehmung dieser Worte erforschen: Wann, für wen und in welchem Kontext sind meine Emotionen „zu viel“, so dass ich mit diesem Wort assoziert werde (oder mich selber assoziiere)? In wie weit spielt Gender eine Rolle? Was wird von der Mehrheitsgesellschaft als typisch Frau* oder typisch Mann* gesehen und warum Wie fühle ich mich mit diesen Zuschreibungen? Kann ich mir sie bewusst zu eigen machen?

Durch die einladende Pop-Ästhetik und das interaktive Element bleibt die Installation zugänglich. Passant*innen nehmen die Arbeit nicht als Kunstwerk (das nicht berührt werden darf) wahr sondern erkunden die Thematik spielerisch

flesh & image

Fotografien, Fine Art Pigmentdruck auf Büttenpapier
40×60 und 50×75, 2018-2019

Die Werkreihe nutzt bewusst Anleihen aus der Produkt- und Werbefotografie, sowie femme-assoziierte Stilelemente wie Glitter oder die Farbe Rosa.

Dargestellt in einer Bildsprache in der sinnliche Anziehung mit gesellschaftlich erlerntem Ekel kollidiert wirft die Reihe Fragen nach der medialen Repräsentation
von Weiblichkeit* auf.

Dokumentatische Fotoserie seit 2020 (Auswahl)

Kurz nach dem ersten Lockdown 2020 begann ich Fototagebuchartig mein Umfeld innerhalb der queeren Wiener Performance Art und Drag Community zu dokumentieren.
Mit dem Bewusstsein, dass ein Foto die subjektive Perspektive der Fotograf*in darstellt und die Beziehung von Fotograf*in und Portraitiert*er immer Einfluss auf das Resultat hat halte ich in Portraits und Detailaufnahmen meinen Blickwinkel fest. Fotos enstehen spontan, oft im Anschluss oder Backstage von Performances und in weiterer Folge privat außerhalb eines performativen Kontexts.
Wer hält die Kamera? Wie beeinflusst meine eigene Zugehörigkeit zu einer Gruppe die Art und Weise wie Menschen sich vor meiner Linse zeigen? Was passiert wenn aus anfänglicher Fotograf*in – Model Dynamik sich eine längere Zusammenarbeit oder sogar Freundschaft entwickelt? Wo hört die Performance auf und wo fängt ein privater Moment an?
Ich nutze eine analoge Point&Shoot wobei der Schnappschuss Moment und die gleichzeitige Unmöglichkeit die Resultate sofort zu sehen (um etwa zu korrigieren oder für Social Media zu optimieren) essentiell ist.